Literatur

Rubiga Murugesapillai (2026-2029)
Rubiga Murugesapillai, geboren 1994, studierte Anglistik, Psychologie und Transkulturelle Studien in Bonn, Singapur und Heidelberg. Nach Volontariaten bei ROOF Music und Kiepenheuer & Witsch, ist sie als Lektorin für die Imprints Lübbe und pola der Bastei Lübbe aG tätig. Murugesapillai ist zudem DJ und Kuratorin verschiedener Events und versteht ihre Sets als Ausdruck von Empowerment und Community.

Michaela Predeick (2024, 2026-2027)
Michaela Predeick gestaltet als Dramaturgin das internationale Literaturfestival »poetica« der Universität zu Köln und promoviert als Literaturwissenschaftlerin zu Figurationen der Depression in Gegenwartsliteratur und -theater. Sie studierte Kunstgeschichte, Deutsche Sprache und Literatur sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln und arbeitete in der Dramaturgie des Schauspiel Köln und des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg – jeweils unter der Intendanz von Karin Beier. Seit 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln und lehrt dort im Studiengang Theorien und Praktiken professionellen Schreibens. Darüber hinaus moderiert und veranstaltet Michaela Predeick regelmäßig Lesungen; im August 2024 startet mit den »Unruly Readings« eine von ihr mit kuratierte Reihe für Literatur und Performance in Köln.

Deniz Utlu (2024-2026)
Deniz Utlu, 1983 in Hannover geboren, ist Schriftsteller und Essayist. Für seinen Roman Vaters Meer (2023) erhielt er den Bayerischen Buchpreis sowie den Literaturpreis der LiteraTour Nord und den Sonderpreis des Literaturpreises der Europäischen Union, ein Auszug daraus war vor der Veröffentlichung mit dem Alfred-Döblin-Preis prämiert worden. 2019 erschien der Roman Gegen Morgen. Sein Roman Die Ungehaltenen (2014) wurde im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Utlu forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin zu internationaler Menschenrechtspolitik. Er lehrt Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie am Institut für Sprachkunst, Wien. Utlu lebt und arbeitet in Berlin.

Shane Anderson (2025-2027)
Shane Anderson ist der Autor von After the Oracle, Or: How The Golden State Warriors‘ Four Core Values Can Change Your Life Like They Changed Mine (Deep Vellum). Veröffentlichte Werke in unterschiedlichen Formaten tauchen an verschiedenen Orten auf. Als Übersetzer einer Reihe zeitgenössischer deutscher Dichter ist er auch der Übersetzer von The Great Nowitzki (Norton). Er wird von Priscilla Posada bei Regal | Hoffmann & Associates vertreten und lebt mit seiner Familie in Wuppertal.
Visuelle Kunst

Prof. Dr. Georg Imdahl (2024-2026)
Prof. Dr. Georg Imdahl, geboren 1961 in Münster, lebt als Kunstkritiker in Düsseldorf. Seit 2011 hat er die Professur für Kunst und Öffentlichkeit
an der Kunstakademie Münster inne. Er promovierte 1995 an der Privaten Universität Witten/Herdecke über das Frühwerk Martin Heideggers („Das
Leben verstehen“, Würzburg 1997). Jüngste Buchveröffentlichung: Ausbeute. Santiago Sierra und die Historizität der zeitgenössischen Kunst, Fundus-Reihe im Verlag Philo Fine Arts, 2. Aufl. Hamburg 2023.

Meike Behm (2024-2026)
Meike Behm ist Kunsthistorikerin, Direktorin der Kunsthalle Lingen und Geschäftsführerin des Kunstvereins Lingen.
In Frankfurt am Main gründete Meike Behm 1995 den unabhängigen Ausstellungsraum „rraum“, in dem sie bis 2006 erst in Frankfurt am Main, dann in Hamburg gemeinsam mit ihrem Mann, dem Künstler Peter Lütje, zahlreiche Einzelausstellungen realisierte.
In der Kunsthalle Lingen zeichnet Meike Behm für Einzelausstellungen mit national und international bekannten Künstler*innen sowie für Gruppenausstellungen zu aktuell relevanten Themen wie zum Beispiel Identität und Rollenspiel, Vorbild und Hommage oder Feminismus verantwortlich. Meike Behm ist Herausgeberin zahlreicher Kataloge zu zeitgenössischen Künstler*innen und Autorin kunstwissenschaftlicher Texte, unter anderem zur Geschichte der Kunstvereine in Deutschland. Von 2014 bis 2024 war sie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine e.V. (ADKV).
Paloma Nana (2025-2027)
Paloma Nana ist freischaffende Kulturarbeiterin, Musikerin und Kuratorin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen kollaborative und interdisziplinäre Projekte mit intersektionaler und dekolonialer Perspektive an der Schnittstelle von Kunst, Pop- und Subkultur, Vermittlung, Forschung und Community-Arbeit.
Sie war u.a. im Rahmen des EU-Netzwerkprojekts Islands of Kinships (2022-2024) für die Temporary Gallery – Zentrum für zeitgenössische Kunst als Co-Koordinatorin für institutionelle Zugänglichkeit und kollaborative Praxis aktiv. Anlässlich der Ausstellung Unruly Kinships (2023) kuratierte und moderierte sie zudem die experimentelle Veranstaltungsreihe It’s Fiction Like a Sitcom, deren Titel auf den Song Family Ties (2022) von Mykki Blanco verweist.
Gemeinsam mit der Künstlerin und Kunstprofessorin Havîn Al-Sîndy initiierte und entwickelte sie das Projekt Collaborative (Un-)Learning, das Jugendliche und Akteur*innen aus der Kunstszene in kollaborativen künstlerischen und kuratorischen Prozessen zusammenbringt. Aus diesem Projekt ging 2025 die Ausstellung Sichtbar, unsichtbar, unwichtig? hervor, die von Schüler*innen der Katharina-Henoth-Gesamtschule (Köln) in enger Zusammenarbeit mit Havîn Al-Sîndy entwickelt wurde.
Derzeit ist sie u.a. als Assistenzkuratorin im Mental Health Arts Space (MHAS) tätig, einem von der unabhängigen Kuratorin und Autorin Kathy-Ann Tan gegründeten Berliner Projektraum.

Sam Hopkins (2024-2026)
Sam Hopkins ist ein Künstler und Wissenschaftler, der sich mit der Art und Weise befasst, wie Erzählungen und Wahrheiten durch verschiedene Medien kodiert und produziert werden. Seine Arbeit ist in Kenia verwurzelt und setzt sich mit spezifischen Netzwerken auseinander, um autoritative Erzählungen kollektiv zu unterbrechen.
Er erforscht verschiedene Möglichkeiten der „Koproduktion“ von Kunstwerken als Gegennarrative, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Galerie/des Museums gelesen werden können. Hopkins hat an verschiedenen internationalen Ausstellungen teilgenommen, darunter Biennalen in Lagos, Dakar, Poznan und Moskau, und hat in einer Vielzahl von Museen und Galerien ausgestellt, darunter das Dortmunder U, Kunstmuseum Bonn, Kunsthaus Bregenz, Goodman Gallery und Richard Taittinger Gallery. Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Smithsonian, der Gendenkstätte Buchenwald, des Museums Abteiberg, des Rautenstrauch-Joest-Museums und des Iwalewahauses. Im Jahr 2014 wurde er vom Foreign Policy Magazine zu einem der 100 Leading Global Thinkers ernannt. Derzeit arbeitet er als Assistenzprofessor an der Kunsthochschule für Medien in Köln und setzt seine Forschung in Nairobi fort.
Komposition

Stefan Beyer (2024-2026)
Stefan Beyer, geboren in Braunschweig, studierte Musik und Komposition in Leipzig und Göteborg. Er ist Alumnus sowohl des Künstler*dorfs Schöppingen als auch weiterer Residenzstätten in Rolandswerth, Wiepersdorf, Schreyahn, Paris und Los Angeles. Er war Stipendiat des Else-Heiliger-Fonds und ist Preisträger des Toru Takemitsu Awards. Zusammenarbeiten u. a. mit Tokyo Philharmonic und Ensemble Modern. Stefan Beyer ist Gründungsmitglied und Vorsitzender der Gruppe forma Leipzig und ist auch darüber hinaus als Konzertveranstalter aktiv (2023/24 Gewandhaus zu Leipzig und Elbphilharmonie). Er lebt und arbeitet in Berlin.

Prof. Dr. Mark Barden (2024-2026)
Mark Barden (geb. 1980 in Cleveland, Ohio, USA) komponiert Konzertmusik und Klanginstallationen mit und ohne Live-Musiker. Seit 2020 ist Barden ist Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Detmold.
Für sein kompositorisches Schaffen erhielt Barden zahlreiche internationale Preise, u. a. den Komponistenförderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, 1. Preis beim multimedialen Wettbewerb des Konzerthaus Berlin „Interaktive Composition“, den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA, einen Stipendienpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, die Auftragskomposition 2016 von der Bayerischen Akademie der schönen Künste, sowie Aufenthaltsstipendien von der Akademie der Künste Berlin, dem Deutschen Studienzentrum in Venedig und des Künstlerhof Schreyahn. Seine Arbeiten werden häufig bei den großen Festivals (Donaueschinger Musiktage, Wien Modern, Éclat, Acht Brücken, Ultraschall, Royaumont, Présences, Wittener Tage für neue Kammermusik, et al.) von Musikern wie Klangforum Wien, ensemble intercontemporain, Nic Hodges, Ensemblekollektiv, ensemble recherche, dem Mivos Quartet, KNM Berlin, ELISION, Ensemble Mosaik u. a. aufgeführt.