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Seit 1989 ist das Künstlerdorf Schöppingen eine international agierende kulturelle Produktions- und Residenzstätte für Künstlerinnen und Künstler. Der stipendiengeförderte Aufenthalt von zwei bis sechs Monaten ermöglicht die Umsetzung von Projekten in den Bereichen Literatur, Visuelle Kunst und Komposition.

The Harvest - eine Gruppenausstellung
19. November — 4. Dezember 2022

„Beurteile einen Tag nicht danach, welche Ernte du am Abend eingefahren hast. Sondern danach, welche Samen du gesät hast.“
(Robert Louis Balfour Stevenson, schottischer Schriftsteller, 1850 – 1894)

Towards Perma-Cultural Institutions: Exercises in Collective Thinking
11. — 18. Juli 2022

Das Seminar nimmt das Konzept der Permakultur als Ausgangspunkt für ein neues Denken über die Funktionalität künstlerischer Systeme und die verschiedenen Arten von Kunstinstitutionen. Ziel ist es, die Lehre über Pflanzen und Permakultur, die bisher vor allem als Ausstellungsinhalt diente, in die Strukturen der Kulturarbeit einzubringen, um die kuratorische Praxis zu beeinflussen: Wie kann die Ethik der Permakultur (Earthcare, Peoplecare und Fairshare) eine nachhaltige Transformation von Kunstinstitutionen anstoßen, die über eine oberflächliche Anwendung ökologischer Prinzipien hinausgeht?

 

Neben Hauptvorträgen, die online zugänglich waren, gab es auch eine offene Veranstaltung für Interessierte, Künstler:innen und Kulturschaffende, um Inhalte verfolgen und mit den Akteur:innen in Austausch treten zu können.

installation: Stefanie Manhillen, photo: Seweryn Zelazny
installation: Gili Avissar, photo: Meike Reiners
StipendiatInnen 2023

Visuelle Kunst

Sahand Heshmati Afshar, Sol Archer, Layan Attari, Sabrina Basten, Annalee Davis, Lea Gocht, Nonzuzo Gxekwa, Anaïs Hazo, Cyrill Lim*, Shiro Masuyama, Hafiza Qasimi*, Rita Süveges, Mayra Citlalli Rojo Gómez, Tatyana Zambrano

(*Projektstipendium)

 

Komposition

Michele Abondano, Stefan Beyer, Jose Pedro Cleto Berardinelli

StipendiatInnen 2023

Literatur

Janhavi Acharekar, Lina Atfah, Marija Dejanović, Tanja Dückers, Muna Gurung, Grashina Gabelmann*, Stefan Hornbach, Ali Kigongo, Charmaine Li, Tamar Noort, Adrian Pourviseh, Mia Raben, Nora Schramm, Mae Schwinghammer, Armeghan Taheri, Ralph Tharayil, Vera Vorneweg*

(*Projektstipendium)

Kurzdarstellung

 

Die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen befindet sich in zwei denkmalgeschützten Gutshöfen aus dem frühen 19. Jahrhunderts, gelegen im ländlichen Raum im Münsterland, nahe der niederländischen Grenze. Das Künstlerdorf vergibt jedes Jahr rund 40 Stipendien in den Bereichen Visuelle Kunst, Literatur und Komposition. Seit seiner Gründung im Jahr 1989 wurden insgesamt rund 900 Künstlerinnen und Künstler für einen Residenzaufenthalt eingeladen. Die Stipendien sind mit einem jeweils zwei- bis sechsmonatigen Aufenthalt im Künstlerdorf verbunden. Das Programm ist offen für internationale Bewerbungen und ohne Altersbeschränkung. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt durch Fachjurys, die turnusmäßig neu besetzt werden.

 

Das vom Künstlerdorf gestaltete Programm bietet die Möglichkeit, regelmäßig Einblicke in künstlerische Prozesse zu erhalten und in einen persönlichen Austausch mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten zu kommen. Neben den fortlaufenden Veranstaltungen, wie monatlichen Abendessen und Brunches, organisiert das Künstlerdorf jährlich das Programm CAP (Curating for Advanced Practices), mit dem Ziel, Produktionsbedingungen und Umsetzungsfragen für künstlerische Praktiken zu diskutieren und neue Strategien und Strukturen in den Künsten zu entwickeln.

 

Zum Ende eines jeden Jahres erscheint eine Publikation, die Dokumentationen der Aufenthaltsstipendien, des fortlaufenden Programms sowie des CAP Programms umfasst. Jahreseditionen dienen der Unterstützung der Arbeit des Künstlerdorfes.

 

Um den Austausch der Stipendiatinnen und Stipendiaten auch über die Residenzaufenthalte hinaus nachhaltig zu fördern, besteht im Rahmen des Alumni-Programms grundsätzlich die Möglichkeit, das Künstlerdorf als Gast zu besuchen oder in späteren Projekten mitzuwirken. Diese Option erfolgt nach Absprache beziehungsweise auf Einladung.