²Kollektiv: Syndikat gefährliche Liebschaften
Photo: Lindsey Colbourne

Das Wort SYNDIKAT steht für einen Zusammenschluss. GEFÄHRLICH steht für die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Und hinter dem Wort LIEBSCHAFTEN verbirgt sich die Tatsache, dass wir überall nach Verbündeten suchen, mit denen wir ein Projekt realisieren können.

Syndikat Gefährliche Liebschaften verbindet sich durch sozial engagierte Kunst mit ländlichen Räumen und Gemeinschaften in ganz Deutschland. In unserer Arbeit erforschen wir Formen des Erzählens über die Peripherie, die zu einem Perspektivwechsel einladen und unsere Verbundenheit zeigen. Im Jahr 2023 feierte Syndikat sein 10-jähriges Jubiläum.

Die prozessorientierte Praxis von Syndikat Gefährliche Liebschaften konzentriert sich auf die Entwicklung von Beziehungen. Das Syndikat arbeitet in verschiedenen Medien wie Ausstellungen, Hörspielen, Festivals oder Spaziergängen – denn die Form muss zur jeweiligen Konstellation passen. Die Teilnehmendenzahl kann je nach Projekt und Ort zwischen 10 und 100 variieren.

„Auf der Suche nach alternativen Erzählformen über die Zukunft ländlicher Gebiete befasste sich das Syndikat Gefährliche Liebschaften mit der Gabe des „zweiten Blickes“, von der in den Sagen der Region Münsterland erzählt wird. Als „Spökenkieker For Future“ haben wir uns mit der walisischen Künstlerin Lindsey Colbourne zusammengetan, um uns daran zu versuchen: Wir streiften durch die Felder, trafen Informant*innen (menschliche und nicht menschliche) und spähten in die Ritzen zwischen Sandstein und Lehm, Militärgeschichte und Mythen, Vergangenheit und Zukunft, Schöppingen und Havixbeck. Im Rahmen unserer Suche organisierten wir eine Tombola beim Schöppinger Frühlingsfest, unternahmen Radtouren mit Studierenden aus Münster und recherchierten und probten gemeinsam mit Menschen aus Havixbeck und Schöppingen. Das Ergebnis ist ein Skript für eine Gruppenlesung und ein Hörspiel, das im Herbst 2025 Premiere haben wird.“

Stipendiat:innen