Juan Pablo Pacheco Bejarano
Photo: Sara Coelho Galán

Juan Pablo Pacheco Bejarano(geb. 1991, Kolumbien)ist Künstler, Autor und Pädagoge, der sich mit den Schnittstellen zwischen Ökologie, Technologie und Spiritualität beschäftigt. Auf der Grundlage umfangreicher Forschungen zu Wasserökologie, digitaler Infrastruktur, Telepathie und Fermentation hat er audiovisuelle, essbare, redaktionelle und pädagogische Projekte entwickelt, oft in Zusammenarbeit mit anderen, um sensible Technologien über die Extraktion hinaus zu erweitern. Juan Pablo hat mit dem Institute for Postnatural Studies, Espacio Odeón, Plataforma Bogotá und Escuela de Garaje zusammengearbeitet. Außerdem hat er an den Universitäten Javeriana und Andes in Kolumbien, der Royal Academy of Arts in Den Haag und der Elisava Madrid unterrichtet. Seine Arbeiten wurden bei Momentum 13(Moss), im Museo Reina Sofía (Madrid), im Hordaland Kunstsenter (Bergen), bei Manifesta 15 (Barcelona), Janvan Eyck Academie (Maastricht), La MaMa (New York),Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), ISEA (Barcelona),Transmediale (Berlin), Galería Santa Fe (Bogotá) und Museo Carrillo Gil (Mexiko-Stadt) gezeigt.

„Während meiner zwei Monate in Schöppingen habe ich die Gewässer rund um das Künstler*dorf untersucht, insbesondere die Vechte, die Kläranlage und den Bach, der unter der St. Brictius Kirche hindurchfließt. Mein besonderes Interesse galt den historischen Schichten dieser Wasserinfrastrukturen, die eine tiefe Verbindung zwischen spirituellen, politischen und ökologischen Fragen offenbaren. Auf der Grundlage dieser Recherchen entwarf ich einen Soundwalk vom Künstler*dorf zu den Gärten der Kirche, der auch durch die Kirche selbst führte. Durch Vertrauensübungen und intensives Zuhören mit verbundenen Augen sowie durch zwei über Kopfhörer abgespielte Klangstücke tauchten die Teilnehmenden in diese Zusammenhänge ein und öffneten ein Portal, das die sichtbaren und unsichtbaren Kräfteverbindet, die durch die Wasserbeziehungen in Schöppingen und darüber hinaus geprägt sind. Einen Teil dieser Zusammenarbeit entwickelte ich auch mit Sohorab Rabbey, einem weiteren Stipendiaten, mit dem ich entlang der Vechte und der Wasseraufbereitungsanlage spazierte, um Geräusche zu sammeln. Gemeinsam entwickelten wir eine Klanginstallation aus seinen indigogefärbten Textilien und handgeschöpftem Papier, das ich aus Gras und Brennnesseln aus der Umgebung der Bäche im Künstler*dorf hergestellt hatte. Diese Papiere wurden zusammen mit einigen Zeichnungen installiert, die von spirituellen Symbolen aus Schöppingen inspiriert waren, die mit Wasser in Verbindung stehen. Schließlich arbeitete ich auch mit Yoshiaki Onishi, ebenfalls ein Stipendiaten und Komponist, zusammen und improvisierte mit seiner Bassklarinette und meinem Waterphone ein Musikstück in der Kirche. Dieses Stück wird in einer Ausstellung zu sehen sein, die ich im August 2025 in Bogotá im Espacio Odeón präsentiere.“

Stipendiat:innen