Lauren Siess, Preisträgerin des Busoni Förderpreises 2024, ist Komponistin, Bratschistin und Improvisatorin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit „imaginären Ökosystemen” und organischen Prozessen. Zu ihren jüngsten Projekten zählen Werke für das Ensemble mosaik und Alexey Potapov, das MDR Sinfonieorchester, das Arditti Quartett und das Ensemble für Experimentelle Musik „Unfeed Format“ Köln. Als Komponistin und Improvisatorin bewegt sie sich zwischen Konzertmusik und interdisziplinären Arbeiten, wobei sie häufig selbstgebaute oder manipulierte Instrumente einsetzt. Als Improvisatorin spielt Siess Viola und No-Input Mixer, oft zusätzlich zu verstärkten Objekten. Sie erhielt ihren Bachelor-Abschluss in Viola Performance (2019) an der Juilliard School, wo sie ein Kovner-Stipendium erhielt, und ihren Master in Komposition an der Hochschule für Musik Dresden (2025). In den letzten Jahren studierte sie bei Stefan Prins, Manos Tsangaris, Mark Andre, Sivan Cohen- Elias und Hannes Seidl.
„Ich hatte von Kolleg*innen Wunderbares über das Künstler*dorf gehört. Ich war auf der Suche nach einem kreativ anregenden Umfeld, in dem ich mich ganz meiner Arbeit widmen und gleichzeitig mit anderen Künstler*innen in Kontakt treten konnte. Ich schätze mich sehr glücklich, in einem interdisziplinären Umfeld zu sein, mich mit anderen Praktiken und Menschen an diesem wunderschönen Ort auszutauschen. Während meines Aufenthalts werde ich drei Werke entwickeln – eine neue, überarbeitete Version meines Stücks „cephalopoda” aus dem Jahr 2020 für das Ensemble mosaik, ein Kammerorchesterwerk für das Antiphon Orchestra und ein neues Werk für den E-Gitarristen Ruben Mattia Santorsa und die Kontrabassistin Rebecca Lawrence.”