Ozan Zakariya Keskinkilic
Photo: Mirko Lux
Photo: Ozan Zakariya Keskinkilic

Ozan Zakariya Keskinkılıçist promovierter Politikwissenschaftler und Autor, der sich in seinen Arbeiten mit Queerness, Religion, Migration und Erinnerung auseinandersetzt. Er studierte Politik- und Sozialwissenschaften in Wien, Berlin und Cambridge. Sein vielbeachtetes Buch „Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes“ erschien 2023 im Verbrecher Verlag. Neben akademischen Texten schreibt er Essays, Kolumnen, Prosa, Hörspiele und Gedichte. Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter ins Englische, Italienische, Tschechische, Französische und Kasachische. Sein Lyrikdebut „Prinzenbad“ erschien 2022 im ELIF Verlag. Keskinkılıç wurde für den Clemens-Brentano-Preis und den Dresdner Lyrikpreis nominiert und erhielt 2025 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. Seine Texte werden als Teil multimedialer Ausstellungen präsentiert, zuletzt im Museum Europäischer Kulturen Berlin, im Künstlerhaus Bethanien und in der Literaturpassage Wien. Sein Debütroman „Hundesohn“ erscheint im September 2025 bei Suhrkamp.

„In Schöppingen verfolgte ich weiter die Spuren nach Tiergeistern und Pflanzengeschichten, die ich zum Ausgangspunkt meines aktuellen Lyrikprojektes nehme. In Gedichten verwebe ich Mythologien, religiöse Erzählungen und queere Archive miteinander, um Begehren, Zugehörigkeit und Zukunft zu verhandeln. Im Mittelpunkt stehen Naturbilder und Metaphern, die eine Brücke zwischen der Tier-,Pflanzen- und Menschenwelt schlagen. Auch im Künstler*dorf bin ich fündig geworden: Marienstatuen, Pflanzen und die Ruhe der Landschaften, um neue Geschichten zu erfinden. Der Austausch mit anderen Kulturhistoriker*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen hat diesen Prozess bereichert. Aus der Zeit in Schöppingen nehme ich zahlreiche Eindrücke und ein Gefühl für Gemeinschaft und kollektiver Transformation mit, die mich im Weiterschreiben begleiten werden.“

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