Slata Roschal
Photo: Ammy Berent

Slata Roschal wurde 1992 in Sankt Petersburg (Russland) geboren und zog 1997 nach Deutschland. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Komparatistik in Greifswald und wurde in München promoviert. Sie erhielt zahlreiche Arbeits- wie Residenzstipendien und Preise, darunter den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern, den Kunstförderpreis des Freistaates Bayern und den Christine-Literaturpreis der BücherFrauen. Zuletzt erschienen der Roman Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten (2024) und der Gedichtband Ich brauche einen Waffenschein ein neues bitteres Parfüm ein Haus in dem mich keiner kennt (2025).

„Bilder und Videos sind bei Autoren etwas schwierig, man könnte aber zB. die Buchcover verwenden? Und ich habe mich mit einem Roman beworben, der vorauss. im Herbst 2026 bei Ullstein/claassen erscheint. In Schöppingen will ich an der Feinstruktur des Textes arbeiten, bevor ich ihn ins Lektorat schicke:
Darin will ich unterschiedlichste Gattungen miteinander verbinden und faktuale, kommerzielle wie religiöse Texte kombinieren: Lea Stein, Buchhalterin und Nachfahre sogenannter Kontingentflüchtlinge, fährt zu einem Bewerbungsgespräch in ein Fünf-Sterne-Hotel. Während skurriler Ereignisse zwischen slawischen Putzfrauen und deutschen Literaturagenten entwickelt sich eine Suche nach dem eigenen gesellschaftlichen Wert. Was bedeutet es, wenn Literatur – gemäß dem Slogan des Hotels „Jedes Gericht ein Gedicht, jedes Gedicht ein Gericht“ – zum Luxusgut erhoben wird, inwieweit kann sie noch soziale Klassen aufbrechen? Warum und nach welchen Kriterien sind Berufe unterschiedlich viel wert? Und welche Sinngebung kann heute, im Kapitalismus, noch der Tod erfahren? Im Mittelpunkt des Textes stehen verschiedene Phänomene der Arbeitswelt, die aufeinanderprallen und ad absurdum geführt werden.“

Stipendiat:innen