Yujie Zhou [they/them] ist ein*e chinesische bildende Künstler*in und lebt in Helsinki, Finnland. Zhou beschäftigt sich mit Performativität und einer entschlüsselten Vorstellung von Sprache durch Fotografie, Textilien, Video und Veröffentlichungen. Ausgehend von der Gegenüberstellung der nationalistischen Erziehung und dem aktuellen Leben in Finnland hinterfragt Zhou in der künstlerischen Praxis dominante historische Narrative und Machtstrukturen und definiert gleichzeitig kollektive Individualität neu. Zhou hat einen Master-Abschluss in Kunst mit dem Hauptfach Fotografie und dem Nebenfach Textilien – Materialien und Strukturen an der Aalto-Universität in Finnland. Zhou wurde mit dem Stipendium für junge Künstler der Finnish Art Society (2023) ausgezeichnet, ist artist for Plat(t)form 2023 im Fotomuseum Winterthur, Schweiz, FUTURES Photography Talent 2024, Shortlist für den Hauptpreis des PhMuseum Photography Grant (2024) und wurde für das Copenhagen International Photography Festival (2025) ausgewählt. Zhou erhielt Residenzen in der Saari Residence der Kone Foundation, Finnland (2024), beim HIAP – Helsinki International Artist Programme (2024), in der Temple Bar Gallery + Studios, Dublin (2025), und bei Pioneer Works in Zusammenarbeit mit dem Finnischen Kulturinstitut in New York (2025).
„Die Residenz im Künstler*dorf Schöppingen bietet Zeit und Raum für Forschung und Reflexion. Ich möchte meine Untersuchungen zu Zensur und Formen des Widerstands gegen auferlegte Disziplinierungspraktiken weiterentwickeln. Die Umgebung von Schöppingen bietet einen idealen Rahmen, um zu entschleunigen, nachzudenken, zu lesen und zu schreiben und gleichzeitig Material für meine laufenden Projekte zu sammeln. Während des Aufenthalts werde ich auch mein Projekt „Dictionary of Self-Censorship“ (Wörterbuch der Selbstzensur) erweitern, indem ich Gruppendiskussionen und Workshops organisiere, die sich mit der Frage beschäftigen, wie sich Selbstzensur in verschiedenen Kontexten manifestiert, sowie mit Fragen des Nationalismus und der Praxis der Solidarität.“