Projekte
Sanierung des Künstler*dorfs Schöppingen 2025-2029

Die Stiftung Künstler*dorf Schöppingen wird bis 2029 umfassend und schrittweise, bei weiterlaufendem Residenzbetrieb, saniert.

 

Seit 1989 ist das Künstler*dorf Schöppingen eine international agierende kulturelle Produktions- und Residenzstätte für Künstler*innen. Der stipendiengeförderte Aufenthalt von zwei bis sechs Monaten ermöglicht die Umsetzung von Projekten in den Bereichen Literatur, Visuelle Kunst und Komposition. Mehr als 900 Stipendiat*innen wurden bisher gefördert, zahlreiche Kunstwerke, Projekte und Impulse sind hier entstanden und entfalten fortlaufend ihre Wirkung im internationalen Kulturbetrieb.

 

In den Beratungen zum Bundeshaushalt für das Jahr 2026 bewilligte der Bund in der Nacht zum 14. November eine Unterstützung von bis zu zwei Millionen Euro. Damit ist die Sanierung des Künstler*dorfs, mit Kosten von insgesamt 5,5 Millionen Euro bis zu seinem 40-jährigen Jubiläum gesichert. Die Maßnahme wird außerdem großzügig gefördert von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege sowie dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Auf Grundlage detaillierter Gebäudezustandsberichte wurde zusammen mit den Architekten Mensen + Zora im Jahr 2022 ein Fahrplan für die dringend notwendige Sanierung des Gebäudeensembles erstellt, das sich aus zwei denkmalgeschützten Höfen und mehreren Nebengebäuden zusammensetzt. In mehreren Teilschritten wird das Sanierungsvorhaben bis 2029 abgeschlossen. Bis Ende des Jahres 2025 wird ein erster Teilabschnitt, die Sanierung des ehemaligen Hofs Schulze-Dorfkönig, des heutigen „Hofs der Künste“ der Stiftung Künstler*dorf Schöppingen, fertiggestellt. 

 

Seit 2024 ist die frühere Staatsministerin für Kultur, Prof. Monika Grütters, Vorsitzende des Stiftungsrates. Eingesetzt hatte sich für die Förderung des Bundes für das Künstler*dorf auch der heimatliche Abgeordnete Jens Spahn (CDU): „Hier entstehen seit Jahrzehnten Texte, Musik, Kunstwerke und neue Ideen. Mit der Bundesförderung investieren wir in Kreativität, Vielfalt und Zukunftschancen – und stärken die kulturelle Infrastruktur unserer Region nachhaltig. Das ist ein starkes kulturpolitisches Signal für den ländlichen Raum.“

 

Foto: Vorstand und Stiftungsrat der Stiftung Künstler*dorf Schöppingen mit Geschäftsführerin Julia Haarmann und Architekt Krischan Zora (Mensen + Zora Architekten) im November 2025 (© Camilo Pachón)